ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB)
Inkrafttreten: 29. April 2026 Letzte Aktualisierung: 7. Juli 2026 Version: 1.3
Kurz gesagt: Diese Bedingungen erklären die Regeln für die Nutzung von 1booq — was du von uns erwarten kannst und was wir von dir erwarten. Für Kunden und Einzelanbieter ist 1booq kostenlos; kostenpflichtige Pläne gelten für Teams und Unternehmen mit mehreren Standorten. Der vollständige Text steht unten.
0. Wichtiger rechtlicher Hinweis
Bitte lies diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („Bedingungen" oder „AGB") sorgfältig, bevor du den Dienst nutzt. Mit dem Zugriff auf den Dienst, der Registrierung eines Kontos oder der Abgabe einer Buchung erkennst du an, dass diese Bedingungen für dich verbindlich sind.
Bist du Verbraucher (eine natürliche Person, die außerhalb ihrer gewerblichen, selbstständigen beruflichen oder geschäftlichen Tätigkeit handelt), schränken oder schließen keinerlei Bestimmungen dieser Bedingungen deine zwingenden Verbraucherrechte nach geltendem EU- und ungarischem Verbraucherschutzrecht aus (insbesondere Regierungsverordnung 45/2014 (II. 26.), EU-Richtlinie 2011/83/EU, Gesetz CLV von 1997 über Verbraucherschutz und Gesetz V von 2013 — das ungarische Bürgerliche Gesetzbuch). Soweit eine Klausel dieser Bedingungen mit solchen zwingenden Rechten in Widerspruch steht, ist diese Klausel im Umfang des Widerspruchs nichtig und der übrige Vertragsinhalt bleibt unberührt.
1. Angaben zum Anbieter, Geltungsbereich der AGB
Anbieter: WaveOne Technologies Kft. Sitz / Postanschrift: 1181 Budapest, Vasvári Pál u. 26, Ungarn Handelsregisternummer: 01-09-451611 Steuernummer: 32961430-1-43 Allgemeiner Kundendienst: support@1booq.com Rechtliche Anfragen: legal@1booq.com Datenschutz: privacy@1booq.com Abrechnung: billing@1booq.com Hosting-Anbieter: Siehe Impressum.
Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Online-Buchungsmanagement-Plattform 1booq (Web- und/oder Mobiloberfläche, API, zugehörige E-Mail- und Benachrichtigungsfunktionen) sowie für den Vertrag zwischen dem Anbieter und dem Nutzer über die Inanspruchnahme des Dienstes.
Sprache und Verfügbarkeit der Bedingungen: Der Anbieter veröffentlicht diese Bedingungen in ungarischer (HU), englischer (EN) und deutscher (DE) Sprache. Die Vertragssprache richtet sich nach der bei der Registrierung gewählten Oberflächensprache.
- Für B2B-Nutzer (Nicht-Verbraucher) ist bei Widersprüchen zwischen den Sprachfassungen die ungarische Sprachfassung maßgeblich.
- Für Verbraucher-Nutzer ist hinsichtlich der zwingenden Verbraucherschutzvorschriften die bei der Registrierung akzeptierte Sprachfassung maßgeblich insoweit, als die ungarische Fassung andernfalls die zwingenden gesetzlichen Verbraucherrechte nach EU- oder ungarischem Verbraucherschutzrecht einschränken würde.
Vertragsschluss: Der Vertrag gilt nicht als in Schriftform geschlossener Vertrag; er wird ausschließlich auf elektronischem Wege geschlossen. Der Anbieter archiviert den Vertrag nicht gesondert; die mit dem Nutzerkonto zusammenhängende Kommunikation und die Rechnungen bleiben jedoch auf elektronischem Wege abrufbar.
2. Begriffe
- Dienst / Plattform / 1booq: das vom Anbieter betriebene Online-Buchungsmanagement-System, einschließlich der Weboberfläche (https://1booq.com und Subdomains), der öffentlichen Buchungsseiten, der Administrationsoberfläche, der API und des zugehörigen E-Mail-/Benachrichtigungssystems.
- Nutzer: jede natürliche oder juristische Person, die den Dienst nutzt – sei es mit einem registrierten Konto oder als nicht registrierter (öffentlicher) Buchender.
- Provider: ein Nutzer, der im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit seine eigenen Dienstleistungen, Standorte und buchbaren Termine auf der Plattform verwaltet. Der Provider ist berechtigt, untergeordnete Rollen zu erstellen und einzuladen.
- Standort (Site): ein physischer oder virtueller Standort des Providers, der auf der Plattform erfasst wird (Adresse, GPS, Beschreibung, Bilder usw.).
- Slot (Buchbare Ressource): eine konkrete buchbare Ressource des Providers (z. B. ein Tisch, ein Trainer, ein Raum, ein Gerät), die einem oder mehreren Standorten zugeordnet ist.
- Worker (Mitarbeiter): eine vom Provider eingeladene natürliche Person, die auf Weisung des Providers innerhalb des Provider-Kontos administrative oder dienstleistende Aufgaben wahrnimmt.
- Client (Kunde): eine natürliche Person oder ein Unternehmen, die/das bei dem/den Provider(n) über die Plattform eine Buchung vornimmt. Der Client kann sein:
- Registrierter Client: ein Kunde mit eigenem 1booq-Konto.
- Nicht registrierter Client (anonymer Buchender): bucht ohne Konto, sofern der Provider dies gestattet.
- Buchung: eine vom Client für einen Slot des Providers erstellte Terminreservierung.
- Buchungsstatus: der Zustand im Lebenszyklus der Buchung (z. B. Bestätigung ausstehend, automatisch angenommen, bestätigt, Zahlung ausstehend, bezahlt, storniert, gelöscht, verschoben).
- Abonnement: der wiederkehrend zahlungspflichtige Vertrag zwischen dem Provider und dem Anbieter, der Zugang zu erweiterten Funktionen des Dienstes gewährt.
- Guthaben (Credit): eine plattforminterne technische Verrechnungseinheit, die zur Begleichung bestimmter Dienstgebühren (z. B. monatliche Nutzungsgebühr / „Rental Fee" sowie die Nutzungsgebühr des KI-Assistenten über das kostenlose Kontingent hinaus — Abschnitt 10A) dient. Das Guthaben ist kein Geld, kann nicht in Bargeld umgetauscht werden und ist ausschließlich innerhalb des Dienstes verwendbar.
- KI-Assistent: die auf künstlicher Intelligenz basierende Text- — und, wo verfügbar, Sprach- — Chat-Funktion des Dienstes (die Technologie wird durch das „Claude"-Modell von Anthropic bereitgestellt), die beim Suchen, Erstellen und Verwalten von Buchungen hilft. Detaillierte Regeln: Abschnitt 10A; Datenverarbeitung: Abschnitt 4.12 der Datenschutzerklärung.
- Nutzungsgebühr (Rental Fee): eine vom Anbieter für bestimmte Dienstelemente (z. B. Aufrechterhaltung des aktiven Status von Slots) festgelegte, in Guthaben verrechnete monatliche Gebühr.
- Zahlungskonfiguration (Payment Config): eine vom Provider konfigurierbare Regel, welche Benutzerrolle (z. B. der Provider selbst oder ein Worker) die Funktion des „Payers" (Zahlenden) übernimmt und ob Guthaben automatisch abgebucht werden sollen.
- Merchant of Record (MoR): ein Zahlungsabwickler (im Fall des Anbieters: Paddle), der gegenüber dem Nutzer als Verkäufer auftritt, die Rechnungsstellung, Steuern und Betrugsprävention übernimmt. Im MoR-Modell ist Paddle für bestimmte gesetzliche Pflichten eigenständig verantwortlich.
3. Beschreibung des Dienstes
1booq ist eine Online-Buchungsmanagement-Plattform, die insbesondere folgende Funktionen bietet:
- Registrierung eines Unternehmens (Provider), Erstellung von Standorten (Sites) und buchbaren Ressourcen (Slots),
- Erstellung und Veröffentlichung von Terminen, Sitzungen und Kalenderstrukturen,
- öffentliche Buchungsoberfläche, über die Clients (registriert oder anonym) buchen können,
- Verwaltung des Buchungszyklus (Bestätigung, Stornierung, Verschiebung, Erinnerung),
- Nachrichtenversand zwischen Provider, Worker und Client,
- Bewertung und Notizfunktion,
- Verwaltung von Abonnements (über Paddle),
- Erwerb und Verbrauch von Guthaben für individuelle Verrechnungszwecke,
- Dashboard, Widgets, Statistiken,
- mehrsprachige Oberfläche (HU / EN / DE),
- ein KI-Assistent zum Suchen, Erstellen und Verwalten von Buchungen (Abschnitt 10A),
- optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA),
- Kartensuche, öffentliches Profil und Subdomain-/URL-basierte Darstellung.
Wichtig: Der Dienst ist eine technologische Plattform, die die Terminbuchung zwischen Provider und Client ermöglicht. Der Anbieter bietet keine rechtliche, finanzielle, steuerliche, medizinische, sportwissenschaftliche oder sonstige fachliche Beratung an. Die konkrete Dienstleistung (z. B. Restaurant, Fitnessstudio, Friseur, Unterricht) wird stets vom Provider gegenüber dem Kunden (Client) erbracht, und der Provider ist für deren Qualität, Fachgerechtigkeit und Rechtmäßigkeit verantwortlich.
Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Funktionen des Dienstes weiterzuentwickeln, zu ändern, zu ergänzen oder zurückzuziehen. Über wesentliche Änderungen werden die Nutzer vorab informiert.
4. Annahme der Bedingungen, Vertragsschluss
Mit der Erstellung eines Kontos oder der Nutzung des Dienstes:
- bestätigst du, dass du die Bedingungen gelesen und verstanden hast,
- nimmst du zur Kenntnis, dass für den Dienst diese Bedingungen, die Datenschutzerklärung und die Cookie-Richtlinie gelten,
- erklärst du, dass du zum Vertragsschluss berechtigt bist (volljährige natürliche Person oder im Fall einer juristischen Person ein Vertreter mit entsprechender Vertretungsbefugnis),
- stimmst du der elektronischen Kommunikation zu (Benachrichtigungen, Abrechnungsnachrichten, vertragliche Mitteilungen).
Bei einer nicht registrierten (öffentlichen) Buchung akzeptiert der Client mit dem Absenden des Buchungsformulars diese Bedingungen und die Datenschutzerklärung.
Erfassung der Annahme: Um die erteilte Einwilligung nachweisen zu können (Art. 7 Abs. 1 DSGVO), protokolliert der Anbieter zum Zeitpunkt der Annahme die Version der bei der Annahme angezeigten Dokumente (AGB und Datenschutzerklärung), die Sprache, den Zeitpunkt, die Oberfläche (Web-Registrierung / Annahmebildschirm nach dem Login / Mobil-App / öffentliches Buchungsformular) sowie als Nachweis einen Hash der IP-Adresse der Anfrage und die Browser-/Gerätekennung. Die Einwilligung in die Cookie-Richtlinie wird separat über das Cookie-Banner auf der Seite verwaltet. Dieses Protokoll wird auch bei Löschung des Kontos nicht gelöscht (neben der Entfernung der persönlichen Identifikatoren), da es den Nachweis des Vertragsschlusses darstellt. Bei wesentlicher Änderung eines Dokuments vergibt der Anbieter eine neue Versionsnummer und verlangt vom registrierten Nutzer beim nächsten Login die erneute Annahme; bis zur Annahme der neuen Version zeigt der Dienst die Änderung auf einem Annahmebildschirm nach dem Login an.
5. Berechtigung, Mindestalter, Registrierung
5.1. Mindestalter
Die eigenständige Nutzung und Kontoerstellung ist ausschließlich natürlichen Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Eine eigenständige Registrierung durch Personen unter 18 Jahren ist nicht gestattet.
Im Namen eines Minderjährigen darf ausschließlich der gesetzliche Vertreter handeln. In diesem Fall gilt der gesetzliche Vertreter als Nutzer und übernimmt die volle Verantwortung für die Nutzung des Dienstes und die abgegebenen Buchungen.
5.2. Richtigkeit der Registrierungsangaben
Du verpflichtest dich:
- bei der Registrierung und in den Profileinstellungen wahrheitsgemäße, genaue und aktuelle Daten anzugeben,
- deine E-Mail-Adresse und – sofern angegeben – Telefonnummer aktiv zu verwalten (diese sind die primären Kanäle der Buchungskommunikation),
- deine Kontodaten bei Bedarf zu aktualisieren,
- für die unter dem Konto durchgeführten Aktivitäten – soweit dem Anbieter bekannt ein berechtigter Zugriff vorliegt – verantwortlich zu sein,
- deine Zugangsdaten (E-Mail, Passwort, 2FA-Token, Backup-Codes) vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben,
- bei Verdacht auf unbefugten Zugriff unverzüglich den Anbieter zu benachrichtigen (support@1booq.com).
5.3. Konten, Übertragbarkeit
Das Konto ist persönlich (im Fall eines Providers: unternehmensbezogen) und nicht übertragbar. Es ist untersagt, ein Konto zu verkaufen, zu vermieten oder auf andere Weise an Dritte zu übertragen. Mehrere Konten einer natürlichen Person sind nur in begründeten Fällen zulässig (z. B. als Vertreter eines anderen Unternehmens). Betrügerische oder missbräuchliche Konten (z. B. unter falschem Namen, mit fiktivem Unternehmen, mehrere Konten zu rechtswidrigen Zwecken) können vom Anbieter jederzeit gesperrt oder gelöscht werden.
5.4. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Zur Erhöhung der Kontosicherheit bietet der Dienst eine TOTP-basierte (z. B. Google Authenticator, Authy) Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Der Nutzer nimmt zur Kenntnis, dass:
- die 2FA in erster Linie eine Sicherheitsfunktion ist, die das Risiko eines unbefugten Zugriffs verringern soll,
- bei Verlust, Wechsel oder Nichtverfügbarkeit des Authentifizierungsgeräts (z. B. Mobiltelefon, Authenticator-App) der Nutzer mit den bei der 2FA-Einrichtung generierten Backup-Codes wieder Zugang zum Konto erhalten kann,
- das System bei der Einrichtung Backup-Codes generiert; für deren sichere Aufbewahrung ist ausschließlich der Nutzer verantwortlich,
- der Anbieter bei kritischen Vorgängen (z. B. Passwortänderung, E-Mail-Änderung, Abonnementänderung) die Nutzung der 2FA verpflichtend machen kann.
Manuelle Wiederherstellung bei Verlust sowohl des 2FA-Geräts als auch der Backup-Codes: Der Nutzer kann eine manuelle Kontowiederherstellung per E-Mail an support@1booq.com anfordern, unter Beifügung eines Identitätsnachweises (z. B. Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises mit dem auf das Konto registrierten Namen) und einer Bestätigung von der registrierten E-Mail-Adresse. Der Anbieter prüft die Anfrage und antwortet innerhalb von 5 Werktagen. Die manuelle Wiederherstellung kann verweigert werden, wenn die Identität nicht zumutbar überprüft werden kann.
Der Anbieter übernimmt keine Haftung dafür, dass der Nutzer das 2FA-Gerät, den Code oder die Backup-Codes verliert und der Zugang zum Konto dadurch vorübergehend oder dauerhaft unmöglich wird — es sei denn, der Zugang kann durch das oben beschriebene manuelle Wiederherstellungsverfahren wiederhergestellt werden.
5.5. Fehlgeschlagene Anmeldung, Kontosperrung
Im Interesse der IT-Sicherheit sperrt der Anbieter nach 5 aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen das Konto vorübergehend für 15 Minuten.
6. Provider und Worker
6.1. Rolle und Verantwortung des Providers
Der Provider ist eigenständig verantwortlich für:
- die Richtigkeit seiner veröffentlichten Unternehmensdaten, Beschreibungen, Bilder, Preise, Öffnungszeiten und Standortdaten (Adresse, GPS),
- die Qualität und Fachgerechtigkeit der angebotenen Dienstleistungen,
- die Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten gegenüber seinen eigenen Kunden,
- die Verarbeitung der personenbezogenen Daten seiner eigenen Kunden (wobei er selbstständiger Verantwortlicher ist),
- die Tätigkeiten seiner Mitarbeiter (Worker) auf der Plattform als solche seiner eigenen Angestellten/Beauftragten.
Der Provider verpflichtet sich:
- seine Dienstleistungen rechtmäßig und unter Einhaltung der für ihn geltenden berufsrechtlichen Vorschriften zu erbringen,
- über die erforderlichen Genehmigungen und Qualifikationen zu verfügen (z. B. behördliche, gesundheitsrechtliche, gewerberechtliche, steuerrechtliche Genehmigungen),
- eigene AGB und/oder eine Datenschutzerklärung für seine Kunden zu veröffentlichen, sofern gesetzlich vorgeschrieben,
- die Buchungsdaten seiner Kunden DSGVO-konform zu verarbeiten und bei der Behandlung von Datenschutzvorfällen mit dem Anbieter zusammenzuarbeiten,
- die Plattform nicht für rechtswidrige, betrügerische oder irreführende Zwecke zu nutzen.
6.2. Worker-Rolle, Einladung
Der Provider ist berechtigt, Nutzer in der Rolle Worker (Mitarbeiter) in sein Konto einzuladen. Der Worker:
- verwaltet die Buchungen gemäß den vom Provider festgelegten Berechtigungen,
- handelt auf Weisung und Verantwortung des Providers,
- ist nicht berechtigt, das Eigentum am Provider-Konto zu ändern.
Mit der Einladung eines Workers gewährleistet der Provider, dass die eingeladene Person der Registrierung auf der Plattform und der damit verbundenen Kommunikation zugestimmt hat.
6.3. Öffentlichkeit des Providers
Der Provider kann anhand seiner eigenen Einstellungen entscheiden, ob sein Standort und seine Slots in der öffentlichen Suchoberfläche erscheinen (discoverable_flag). Die öffentlichen Daten (Name, Adresse, GPS, Beschreibung, Bilder, Preis, Erreichbarkeit, Bewertung) können von Besuchern frei eingesehen werden.
6.4. Grenzen zwischen den Rollen
Der Anbieter wendet innerhalb der Plattform eine technische Rollentrennung an (z. B. kann ein Worker die Daten eines anderen Providers nicht einsehen). Der Zugriff auf Kundendaten unterliegt der eigenen Regelung des Providers.
6.5. Provider-Verifizierung und Händlerinformationen (DSA, steuerliche Compliance)
Bei der Registrierung und im Onboarding übermittelt der Provider die folgenden, für den Betrieb des Dienstes erforderlichen Identifikationsdaten:
- juristischer oder Anzeigename (Firmenname, Name des Selbstständigen oder einer natürlichen Person),
- Kontakt-E-Mail-Adresse und optional eine Telefonnummer,
- Land, Stadt und Adresse der Standorte des Providers (zur Anzeige in der öffentlichen Suche, sofern der Provider dies aktiviert),
- Dienstleistungskategorie und eine optionale Beschreibung.
Der Anbieter erhebt derzeit keine Kopie eines Identitätsdokuments, keine elektronische Identifizierung (eIDAS), keinen Bank- oder Zahlungs-Identifikator und keine DAC7-Finanzdaten vom Provider und wickelt die Zahlung des Dienstleistungsentgelts zwischen Provider und Client nicht ab — diese erfolgt zwischen den Parteien, außerhalb der Plattform (siehe Abschnitt 10). Zahlungsdaten für den plattforminternen Credit-Kauf werden ausschließlich von Paddle (Merchant of Record; siehe Abschnitt 9.2) verarbeitet. Der Provider muss jede Änderung der übermittelten Daten unverzüglich aktualisieren.
DSA-Compliance (Art. 30 der EU-Verordnung 2022/2065): Soweit der Betrieb des Dienstes in den Anwendungsbereich der für Online-Plattformen geltenden Händler-Rückverfolgbarkeits-Vorschriften fällt, die Verbrauchern den Abschluss von Fernabsatzverträgen mit Händlern ermöglichen, kann der Anbieter von den betroffenen Providern zusätzliche Identifikationsdaten gemäß Art. 30 (z. B. Telefonnummer, Registrierungsdaten) anfordern, informiert die Provider hierüber vorab und kann die Veröffentlichung der öffentlichen Buchungsseite des Providers bei deren Fehlen ablehnen, aussetzen oder einschränken. Der Anbieter kann die Zuverlässigkeit der übermittelten Daten mit angemessenen Mitteln überprüfen, vorrangig anhand öffentlich zugänglicher amtlicher Register (Handelsregister, EU-VIES-Datenbank, Berufsregister).
Pflicht zur eigenen Verbraucher-Information: Vor Aktivierung seiner öffentlichen, an Verbraucher (Clients) gerichteten Buchungsseite muss der Provider auf der Buchungsseite oder über einen direkt verlinkten Hinweis folgende Informationen bereitstellen:
- juristischer Name und Kontaktdaten,
- wesentliche Eigenschaften der angebotenen Leistung und Gesamtpreis (für den Verbraucher),
- Stornierungs-, Verschiebungs-, No-Show- und Erstattungsregeln,
- Beschwerdekanal,
- eigene AGB und/oder Datenschutzerklärung, sofern gesetzlich vorgeschrieben,
- bei genehmigungspflichtigen Tätigkeiten die jeweiligen Genehmigungs- oder Registrierungsdaten.
Auf der Buchungsseite ist deutlich anzugeben, dass die gebuchte Leistung vom Provider — und nicht vom Anbieter — erbracht wird.
Steuerliche Datenübermittlung (DAC7): Der Anbieter ist derzeit kein meldepflichtiger Plattformbetreiber im Sinne der Richtlinie (EU) 2021/514 (DAC7) und erhebt zu diesem Zweck keine Finanzdaten von Providern. Sollte der Betrieb des Dienstes später in den Anwendungsbereich der DAC7 und ihrer ungarischen Umsetzung fallen, fordert der Anbieter die erforderlichen Identifikations- und Finanzdaten (juristischer Name, Wohn- bzw. Geschäftssitz, Steueridentifikationsnummer, Geburtsdatum/-ort bei natürlichen Personen, Bankverbindung) dann von den betroffenen Providern an, informiert die Provider vorab und darf diese Daten auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (rechtliche Verpflichtung) an die ungarische Steuer- und Zollverwaltung (NAV) oder die zuständige Steuerbehörde eines anderen EU-Mitgliedstaats übermitteln.
6.6. Beschränkungen für besondere Kategorien personenbezogener Daten im Buchungsprozess
Dem Provider ist es grundsätzlich untersagt, besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO: Gesundheitsdaten, religiöse oder weltanschauliche Überzeugung, politische Meinung, Sexualleben oder sexuelle Orientierung, rassische oder ethnische Herkunft, biometrische oder genetische Daten, Gewerkschaftszugehörigkeit) oder strafrechtliche Daten (Art. 10 DSGVO) über Buchungsformularfelder, individuelle Felder, Nachrichten oder interne Notizen zu erheben, es sei denn:
- der Provider verfügt eigenständig über eine geeignete Rechtsgrundlage gemäß Art. 9 Abs. 2 — bzw. Art. 10 — DSGVO (typischerweise ausdrückliche Einwilligung, arbeitsmedizinischer Zweck oder rechtliche Verpflichtung),
- der Provider hat dies in seiner eigenen Datenschutzerklärung eindeutig geregelt und den Client informiert, und
- er wendet die notwendigen Sicherheits- und Vertraulichkeitskontrollen an.
Der Anbieter ist berechtigt, individuelle Felder, Nachrichteninhalte oder Notizen, die offensichtlich, unverhältnismäßig oder ohne Rechtsgrundlage besondere Datenkategorien erheben, zu entfernen oder zu deaktivieren.
7. Clients (Kunden)
7.1. Registrierter Client
Mit der Registrierung eines Client-Kontos kann der Client:
- seinen Buchungsverlauf führen,
- Verbindungen (Connections) mit Providern aufbauen,
- mit dem Provider kommunizieren (Nachrichten),
- abgeschlossene Buchungen bewerten,
- automatische Erinnerungen zu seinen Buchungen erhalten.
7.2. Nicht registrierter (öffentlicher) Client
Gestattet der Provider dies (unreg_booking_flag), kann der Client auch ohne Kontoerstellung buchen. In diesem Fall:
- gibt der Client seinen Namen, seine E-Mail-Adresse und (optional) seine Telefonnummer im Buchungsformular an,
- erhält der Provider die Daten als selbstständiger Verantwortlicher,
- verarbeitet der Anbieter die Daten im für die Buchungsabwicklung erforderlichen Umfang.
7.3. Gewährleistung des Clients
Der Client gewährleistet, dass:
- seine angegebenen Daten der Wahrheit entsprechen und die angegebene E-Mail-Adresse/Telefonnummer ihm gehört oder er über eine entsprechende Befugnis zu deren Nutzung verfügt,
- er die Buchung in ernsthafter Absicht abgibt und bereit und in der Lage ist, die vom Provider festgelegten Gebühren zu bezahlen (gemäß den Regeln des Providers),
- er keine Scheinbuchungen abgibt, den Provider nicht belästigt und die Plattform nicht in betrügerischer Weise nutzt.
8. Buchungsprozess
8.1. Erstellung einer Buchung
Der Client kann aus den auf den Slots des Providers angezeigten freien Terminen auswählen. Bei der Buchungsabgabe werden die vom Provider vorab festgelegten Formularfelder (z. B. Name, E-Mail, Telefon, Bemerkung, benutzerdefinierte Daten) erfasst.
8.2. Automatische Annahme vs. manuelle Bestätigung
Je nach Einstellung des Providers (auto_acc_usr_req_flag):
- Bei automatischer Annahme: wird die Buchung sofort bestätigt und erhält den Status
BU(bestätigt). - Bei manueller Bestätigung: erhält die Buchung zunächst den Status
AP(Genehmigung ausstehend), und der Provider/Worker genehmigt oder lehnt sie manuell ab.
Der Client erhält bei jeder Statusänderung eine automatische E-Mail-Benachrichtigung.
8.3. Erinnerungen
In den vom Provider festgelegten Intervallen (standardmäßig 24 Stunden und 1 Stunde vor der Buchung) sendet der Dienst dem Client eine automatische Erinnerung (per E-Mail und/oder Push-Benachrichtigung). Erinnerungen sind eine Komfortfunktion: Ihre Zustellung ist nicht garantiert; für ausbleibende oder unzustellbare Erinnerungen (z. B. fehlerhafte E-Mail-Adresse, Spamfilter) übernimmt der Anbieter keine Haftung. Die Einhaltung des gebuchten Termins liegt unabhängig von Erinnerungen in der Verantwortung des Clients.
8.4. Änderung und Stornierung einer Buchung
- Der Client kann die Buchung im vom Provider gestatteten Rahmen (z. B. Stornierungsfrist,
resign_till_time) ändern oder stornieren. - Der Provider kann die Buchung aus berechtigtem Grund (z. B. Kapazitätsengpass, Betriebsstörung) ändern oder stornieren; der Client wird hierüber automatisch benachrichtigt.
- Die Stornierungsbedingungen und die etwaige Erstattungspolitik sind Bestandteil des Vertrags zwischen Provider und Client; der Anbieter ist an diesen nicht beteiligt.
8.5. „No-Show" (Nichterscheinen)
Erscheint der Client nicht beim Provider, ist der Provider berechtigt, dies auf der Plattform zu vermerken (Status NP). Etwaige bei Nichterscheinen anfallende Vertragsstrafen oder Gebühren können gemäß den AGB des Providers geltend gemacht werden; der Anbieter ist daran nicht beteiligt.
8.6. Zeitzone und Kalender
Alle Buchungen werden in UTC gespeichert; die Anzeige erfolgt gemäß der Zeitzone des Nutzers (und/oder des Providers/Slots). Der Anbieter unternimmt angemessene Anstrengungen zur Vermeidung von Zeitzonenfehlern, übernimmt jedoch keine Haftung für etwaige Abweichungen bei Zustellung/Darstellung.
8.7. Technische Störungen
Der Anbieter unternimmt angemessene Anstrengungen für einen zuverlässigen Betrieb des Dienstes, garantiert jedoch keine 100%ige Verfügbarkeit. Über geplante Wartungsarbeiten wird nach Möglichkeit vorab informiert. Für kurzzeitige vorübergehende Dienstunterbrechungen übernimmt der Anbieter keine Haftung.
9. Finanzielle Bedingungen – Provider
9.1. Preismodell
1booq verwendet ein Credit-basiertes Abrechnungsmodell. Provider können Credits auf zwei Arten erwerben:
- Credit-Pakete (einmalige Käufe): Pakete mit fester Größe: 50, 100, 250 oder 500 Credits, zum Preis von 0,10 € pro Credit (netto, zzgl. USt.) — d. h. 5 € / 10 € / 25 € / 50 € pro Paket. Diese sind nicht wiederkehrend; der Provider zahlt nur dann, wenn er das Guthaben auffüllen möchte.
- Credit-Abonnement (monatlich wiederkehrend): ein monatliches Credit-Kontingent zwischen 50 und 10.000 Credits pro Monat, zum Preis von 0,10 € pro Credit pro Monat (netto, zzgl. USt.) — ein effektiver Bereich von 5 € – 1.000 € pro Monat. Der Provider wählt die Menge beim Abschluss des Abonnements und kann sie jederzeit ändern (Änderungen gelten ab dem nächsten Abrechnungszyklus).
Für B2B-Nutzer (Unternehmer) verstehen sich alle angezeigten Preise netto (ohne MwSt.). Die MwSt. wird beim Bezahlvorgang auf Grundlage des Wohnsitzlandes des Kunden und des anwendbaren lokalen Steuersatzes hinzugefügt.
Für Verbraucher-Nutzer zeigt die Checkout-Oberfläche vor der Bestätigung der Zahlungsverpflichtung den Brutto-Gesamtpreis (einschließlich MwSt.) deutlich an; dieser Bruttobetrag ist der verbindliche Preis des Verbrauchervertrags. Die Schaltfläche, die die Zahlung auslöst, ist ausdrücklich so beschriftet, dass die Bestellung mit einer Zahlungsverpflichtung verbunden ist ("Zahlungspflichtig bestellen" / "Order with obligation to pay" / "Fizetési kötelezettséggel járó megrendelés"), entsprechend § 14 Abs. 2 der ungarischen Regierungsverordnung 45/2014 (26. Februar) und Art. 8 Abs. 2 der EU-Richtlinie 2011/83/EU.
Die endgültige Rechnung, die von Paddle (unserem Merchant of Record, siehe Abschnitt 9.2) ausgestellt wird, enthält den Bruttobetrag einschließlich aller anwendbaren Steuern und ist gegenüber dem angezeigten Netto-/Bruttopreis maßgeblich.
Kostenlose Nutzung und Probezeiträume:
- Für individuelle (nicht gewerbliche) Provider-Konten ist die Nutzung der Kernfunktionen des Dienstes kostenlos — es wird keine Nutzungsgebühr (Rental Fee) erhoben.
- Bei gewerblichen Providern beginnt die Abrechnung mit einem 30-tägigen kostenlosen Probezeitraum: Nutzungsgebühren werden erstmals am ersten Tag des auf das Ende des Probezeitraums folgenden Kalendermonats erhoben; der dazwischenliegende Teilmonat ist kostenlos.
- Das Credit-Abonnement beginnt mit einem 30-tägigen kostenlosen Probezeitraum; die erste Abbuchung ist am Ende des Probezeitraums fällig — darüber informiert die Bezahloberfläche eindeutig vor Abschluss der Bestellung. Bei Kündigung während des Probezeitraums erfolgt keine Abbuchung.
9.2. Paddle als Merchant of Record
Die Zahlungsabwicklung erfolgt durch Paddle.com Market Ltd. im Merchant-of-Record (MoR)-Modell. Das bedeutet:
- Paddle tritt auf der Rechnung als eigenständiger Verkäufer auf,
- Paddle ist für die Rechnungsausstellung und die Erhebung der MwSt./USt. gemäß den Vorschriften der jeweiligen Rechtsordnung verantwortlich,
- die eigenen AGB und die Datenschutzerklärung von Paddle gelten ebenfalls für den Zahlungsvorgang (https://www.paddle.com/legal),
- der Anbieter erhält auf Grundlage der Abrechnungen von Paddle die Vergütung für den von ihm erbrachten Dienst.
Trennung der beiden Vertragsverhältnisse: Das Dienstleistungsverhältnis für die Nutzung der 1booq-Plattform besteht zwischen dem Nutzer und dem Anbieter und richtet sich nach diesen Bedingungen. Demgegenüber findet die Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung, Steuererhebung und Betrugsprävention zwischen dem Nutzer und Paddle nach den Käuferbedingungen von Paddle statt. Beim Checkout ist der Nutzer verpflichtet, auch die anwendbaren Käuferbedingungen von Paddle zu akzeptieren. Im Konfliktfall: Für die Plattformnutzung sind diese Bedingungen maßgeblich; für die Zahlungstransaktion gelten die Käuferbedingungen von Paddle in dem vom Merchant-of-Record-Modell vorgegebenen Umfang.
Hinweis für ungarische B2B-Provider: Da Paddle außerhalb Ungarns ansässig ist, wird die Transaktion — abhängig von der rechnungsstellenden Paddle-Einheit — für ungarische Mehrwertsteuerzwecke in der Regel als innergemeinschaftliches Reverse-Charge-Verfahren (oder Dienstleistungsimport) behandelt. Ungarische B2B-Provider sind dafür verantwortlich, die MwSt. in ihrer eigenen Steuererklärung gemäß ungarischem Steuerrecht (Gesetz CXXVII von 2007 über die MwSt.) zu verbuchen. Wir empfehlen, hinsichtlich der korrekten buchhalterischen Behandlung der Paddle-Rechnung einen Steuerberater zu konsultieren.
9.3. Guthaben-Verwendung — Nutzungsgebühren
Bestimmte Elemente des Dienstes (z. B. Aufrechterhaltung des aktiven Status bestimmter Slots) können eine in Guthaben verrechnete monatliche Nutzungsgebühr (Rental Fee) auslösen. Der Provider erwirbt Guthaben gemäß Abschnitt 9.1 — entweder durch einmalige Credit-Paket-Käufe (50 / 100 / 250 / 500 Credits) oder durch das wiederkehrende Credit-Abonnement.
- Die Plattform bucht die monatlichen Nutzungsgebühren gemäß den Einstellungen des Providers (
payment_config,auto_pay) vom Guthaben (credit_balance) ab. - Guthaben sind geschlossene (closed-loop) technische Dienstguthaben: Sie dürfen ausschließlich vom kaufenden Nutzer zur Begleichung der gegenüber dem Anbieter innerhalb des Dienstes anfallenden Gebühren verwendet werden. Guthaben sind kein Geld und stellen kein elektronisches Geld, keinen gespeicherten Wert, keine Einlage, kein Zahlungsinstrument, keine Kryptowährung und keinen übertragbaren Vermögenswert dar (auch nicht im Sinne der Richtlinie 2009/110/EG). Guthaben sind nicht übertragbar auf einen anderen Nutzer, nicht weiterverkäuflich an Dritte, nicht zur Bezahlung der Dienstleistungen des Providers gegenüber einem Client verwendbar, nicht in Bargeld oder auf ein Bankkonto auszahlbar und werden nicht verzinst. Die Erstattung nicht verbrauchter Guthaben erfolgt ausschließlich als Rückabwicklung der ursprünglichen Kauftransaktion gemäß Abschnitt 9.5.
- Der Provider kann seinen aktuellen Guthabenstand, die Transaktionshistorie und die anstehenden Nutzungsgebühren jederzeit in seinem Dashboard einsehen.
Aktuelle Höhe der Nutzungsgebühr: eigenständiger (Haupt-)Slot: 100 Guthaben pro Kalendermonat; Unter-Slot (Sub-Slot): 50 Guthaben pro Kalendermonat — hat ein Haupt-Slot aktive Unter-Slots, wird die Gebühr je aktivem Unter-Slot (je 50 Guthaben) erhoben, und der Haupt-Slot selbst trägt keine gesonderte Gebühr. Die Gebühr ist je Kalendermonat im Voraus fällig; ein im Laufe des Monats veröffentlichter Slot wird für diesen Monat nach den vorstehenden Regeln gebührenpflichtig. Für Gebührenänderungen gilt Abschnitt 9.6; die aktuelle Preisliste ist jederzeit auf der Guthaben-Seite des Kontos einsehbar.
Slot-Pausierung (Hold): Der Provider kann einen Slot vorübergehend pausieren. Deckt die Pausierung den gesamten Kalendermonat ab, wird für diesen Monat keine Nutzungsgebühr erhoben. Deckt die Pausierung nur einen Teil des Monats ab, bleibt die volle Monatsgebühr fällig (keine anteilige Kürzung). Wird ein gesperrter Slot im Laufe des Monats reaktiviert, kann der Anbieter für diesen Monat eine anteilige Gebühr erheben.
9.4. Unzureichende Deckung (Karenzzeit)
Die Abbuchung der monatlichen Nutzungsgebühren erfolgt nach folgenden Regeln:
- 50-%-Deckungsregel: Deckt das Guthaben des „Payer"-Nutzers mindestens die Hälfte der insgesamt fälligen Gebühren, bucht der Anbieter den vollen fälligen Betrag ab; das Guthaben kann dabei vorübergehend negativ werden. Ein negatives Guthaben ist eine anerkannte Gebührenschuld gegenüber dem Anbieter, die mit der nächsten Aufladung automatisch beglichen wird; die Kontolöschung kann nur mit ausgeglichenem (nicht negativem) Guthaben eingeleitet werden (Abschnitt 18).
- Bei unzureichender Deckung (das Guthaben erreicht nicht die Hälfte der fälligen Gebühren) erfolgt keine Abbuchung, und der Dienst gewährt eine Karenzzeit (Grace Period) von standardmäßig 5 Tagen, gerechnet ab dem ersten Tag des Monats; die genaue Frist ist in der Benachrichtigung angegeben.
- Während der Karenzzeit erhält der „Payer"-Nutzer eine E-Mail-Benachrichtigung.
- Nach Ablauf der Karenzzeit kann der betroffene Slot automatisch gesperrt werden, bis der Provider sein Guthaben wieder auflädt.
- Während der Sperrung können für den betroffenen Slot keine neuen Buchungen abgegeben werden; bereits abgegebene Buchungen können nach Ermessen des Providers bestehen bleiben.
9.5. Erstattung, Kündigung
- Kündigung des Abonnements: Der Provider kann sein Abonnement jederzeit kündigen; die Kündigung wird zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums wirksam. Eine anteilige Erstattung erfolgt nicht, es sei denn, zwingende gesetzliche Gründe liegen vor (z. B. wesentliche Vertragsverletzung durch den Anbieter).
- Guthaben-Erstattung (innerhalb von 14 Tagen): Die vollständige Erstattung erworbener und nicht verbrauchter Guthaben kann innerhalb von 14 Tagen ohne Bearbeitungsgebühr beantragt werden — du erhältst den tatsächlich gezahlten Gesamtbetrag zurück (einschließlich MwSt., sofern MwSt. berechnet wurde). Dies ist das EU-Verbraucher-Widerrufsrecht für Verbraucher-Käufer, dessen gebührenfreie Bedingungen wir freiwillig auf alle Käufer ausweiten. Bereits verbrauchte Guthaben werden nicht erstattet.
- Guthaben-Erstattung (über 14 Tage hinaus oder für Nicht-Verbraucher-Provider): Als Kulanzleistung, die über das gesetzlich Erforderliche hinausgeht, sind nicht verbrauchte Guthaben jederzeit erstattungsfähig zum ursprünglichen Kaufpreis, abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 5% + €0,50 pro erstatteter Transaktion. Diese Bearbeitungsgebühr entspricht der nicht erstattungsfähigen Transaktionsgebühr unseres Zahlungsabwicklers (Paddle.com), die wir bei der Bearbeitung deiner Erstattung nicht zurückerhalten können. Bei Änderungen der Gebührenstruktur des Zahlungsabwicklers kann diese Formel mit einer Vorankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen aktualisiert werden; es gilt die zum Zeitpunkt der Erstattungsanfrage geltende Formel. Verbrauchte Guthaben bleiben nicht erstattungsfähig.
- Erstattungsfrist: Genehmigte Erstattungen — sei es im Rahmen des 14-tägigen Widerrufsrechts oder als Kulanzleistung — werden innerhalb von 14 Tagen nach Genehmigung über das ursprüngliche Zahlungsmittel verarbeitet, gemäß Regierungsverordnung 45/2014 §22 Abs. 1.
- Steuerliche Angelegenheiten und Rechnungsstellung: Im Paddle-MoR-Modell stellt Paddle die Rechnung aus. Etwaige daraus resultierende Streitfragen hat der Provider direkt mit Paddle zu klären.
9.6. Preisänderung
Der Anbieter ist berechtigt, die Preise einseitig zu ändern. Über wesentliche Preiserhöhungen werden die Provider mindestens 30 Tage im Voraus informiert. Der Provider ist berechtigt, das Abonnement vor Inkrafttreten der Preisänderung zu kündigen; erfolgt keine Kündigung, treten die geänderten Preise in Kraft.
10. Finanzielle Bedingungen – Client
10.1. Zahlung der Buchungsgebühr
Der Preis für die konkrete Dienstleistung (z. B. Abendessen, Training, Beratung) ist Bestandteil des Vertrags zwischen Provider und Client, und die Zahlungsmodalitäten werden vom Provider festgelegt (z. B. Zahlung vor Ort, Vorauszahlung per Kreditkarte usw.). Der Anbieter ist an diesem Zahlungsverhältnis nicht beteiligt, es sei denn, die Plattform bietet ausdrücklich eine entsprechende Zahlungsfunktion an (ggf. künftige Funktion).
10.2. Kostenfreiheit der Registrierung und Buchung auf Client-Seite
Für den Client sind die Kontoerstellung und die Buchungsabgabe kostenfrei. Der optionale KI-Assistent wird über das kostenlose Kontingent hinaus auf Guthabenbasis bepreist (Abschnitt 10A). Der Anbieter behält sich das Recht vor, künftig weitere optionale Client-Premium-Funktionen einzuführen und diese gesondert zu bepreisen, wobei eine angemessene Vorabinformation erfolgt.
10A. KI-Assistent
10A.1. Beschreibung der Funktion
Der Dienst bietet einen auf künstlicher Intelligenz basierenden Assistenten, der auf drei Oberflächen verfügbar ist: (i) der eigene Buchungsassistent des angemeldeten Nutzers, (ii) die öffentliche KI-Suche auf 1booq.com und (iii) ein Chat-Widget, das ein Provider in seine eigene Website einbetten kann. Der Nutzer kommuniziert mit dem Assistenten über künstliche Intelligenz, nicht mit einem menschlichen Mitarbeiter; die Oberfläche weist eindeutig darauf hin.
Sprachnutzung (wo verfügbar): Der Assistent kann einen optionalen Sprachmodus anbieten, in dem der Nutzer über das Mikrofon mit dem Assistenten spricht und die Antwort auch mit einer maschinell erzeugten (synthetisierten) Stimme vorgelesen werden kann — die Stimme ist kein menschlicher Sprecher. Der Sprachmodus wird ausschließlich durch die ausdrückliche Wahl des Nutzers aktiviert, verursacht keine zusätzliche Gebühr (die Konversation zählt zum Kontingent nach Abschnitt 10A.3), und Spracherkennung sowie Sprachsynthese werden durch den Dienst von OpenAI durchgeführt — die Einzelheiten der Datenverarbeitung sind in Abschnitt 4.12 der Datenschutzerklärung geregelt.
10A.2. Charakter der Vorschläge; Bestätigung
Der Assistent kann Termine suchen, Vorschläge machen und eine Buchungsabsicht zusammenstellen, schließt eine Buchung jedoch niemals eigenständig ab: Eine Buchung kommt stets erst durch die ausdrückliche Bestätigung des Nutzers zustande und unterliegt den Regeln des Abschnitts 8. Die Antworten des Assistenten sind automatisch generierte Inhalte, die — bedingt durch die Natur der Technologie — ungenau oder unvollständig sein können; sie stellen weder ein verbindliches Angebot des Anbieters noch eine rechtliche, medizinische oder sonstige fachliche Beratung dar. Maßgeblich sind in jedem Fall die auf der Buchungsoberfläche angezeigten Daten (Zeit, Preis, Ort, Bedingungen). Für die Haftung des Anbieters gilt Abschnitt 16.
10A.3. Gebühren
- Kostenloses Kontingent: Jedem registrierten Nutzer stehen 10 kostenlose Konversationen zu (ein einmaliges, sich nicht monatlich erneuerndes Kontingent). Die Fortsetzung einer bereits begonnenen Konversation zählt nicht als neue Konversation.
- Über das Kontingent hinaus: Der Beginn jeder neuen Konversation führt zum Abzug von 1 Guthaben (Credit); darüber wird der Nutzer vor Beginn der Konversation auf der Oberfläche informiert. Ohne ausreichende Deckung kann keine neue Konversation gestartet werden — eine Gebühr wird niemals ohne ausdrückliche Kenntnis des Nutzers erhoben.
- Auch Clients können Guthaben erwerben, in Form der einmaligen Credit-Pakete nach Abschnitt 9.1. In diesem Fall gelten die Guthaben-Regeln des Abschnitts 9 — einschließlich der Erstattung nach Abschnitt 9.5 und des Widerrufsrechts nach Abschnitt 17.1 — entsprechend auch für die Käufe des Clients.
- Die Gebühren für Konversationen über ein Provider-Widget trägt der das Widget betreibende Provider.
- Der Anbieter kann die Höhe des kostenlosen Kontingents und die Gebühr pro Konversation mit vorheriger Ankündigung gemäß Abschnitt 9.6 ändern.
10A.4. Plattformspezifische Unterschiede (Mobile App)
Der Guthaben-Erwerb ist über die Weboberfläche verfügbar. In der iOS-App kann Guthaben weder erworben noch verwendet werden; dort steht der KI-Assistent im Rahmen eines monatlichen Kontingents von 2 kostenlosen Konversationen zur Verfügung, während der volle Funktionsumfang über die Weboberfläche zugänglich ist. Der Anbieter kann die plattformspezifischen Kontingente mit Ankündigung gemäß Abschnitt 19 ändern.
10A.5. Bestimmungsgemäße Nutzung
Der Assistent darf ausschließlich für Zwecke genutzt werden, die dem bestimmungsgemäßen Gebrauch des Dienstes entsprechen. Untersagt ist insbesondere: das Erzeugen rechtswidriger, beleidigender oder irreführender Inhalte; die Eingabe besonderer Datenkategorien im Sinne des Abschnitts 6.6 in den Chat; das Umgehen der Beschränkungen; sowie automatisierte oder massenhafte Abfragen. Bei Missbrauch kann der Anbieter die KI-Funktion für das betroffene Konto einschränken oder aussetzen.
10A.6. Betrieb des einbettbaren Widgets
Der Provider bettet das Widget auf eigener Verantwortung in seine eigene Website ein. Der Provider ist dafür verantwortlich:
- die Besucher seiner eigenen Website nach den für ihn geltenden Rechtsvorschriften über die Funktionsweise des Widgets zu informieren — einschließlich der Tatsache, dass ein KI-Assistent eingesetzt wird, sowie über seine eigene Datenschutzerklärung;
- den Widget-Schlüssel vertraulich zu behandeln und bei Verdacht auf Kompromittierung unverzüglich zu ersetzen;
- das Widget nicht irreführend einzusetzen: Die Widget-Oberfläche weist auf den KI-Charakter hin; dessen Verbergen oder die Tarnung als menschlicher Mitarbeiter ist untersagt.
Die Einzelheiten der Datenverarbeitung des KI-Assistenten — einschließlich anonymer Widget-Konversationen und des Einsatzes von Anthropic als Auftragsverarbeiter — sind in Abschnitt 4.12 der Datenschutzerklärung geregelt.
10B. API-, MCP- und Kalender-Feed-Zugang
Der Dienst kann programmatische Zugangsoberflächen anbieten: eine API, einen MCP-Server (über den der Nutzer seinen eigenen KI-Assistenten mit dem Dienst verbinden kann) sowie iCal-Kalender-Feeds. Für deren Nutzung gelten diese Bedingungen mit folgenden Ergänzungen:
- für die vertrauliche Behandlung von Zugangsschlüsseln, Tokens und Geheimnissen ist der Nutzer verantwortlich; bei Verdacht auf Kompromittierung ist der Schlüssel unverzüglich zu widerrufen oder zu ersetzen;
- die URL eines iCal-Feeds ist ein Geheimnis, das Lesezugriff auf Kalender- und Buchungsdaten gewährt — wer sie vom Nutzer erhält, kann diese Daten einsehen;
- der Anbieter kann angemessene technische Beschränkungen (z. B. Ratenbegrenzung) anwenden und den programmatischen Zugang bei Missbrauch, Überlastung oder Sicherheitsrisiko aussetzen;
- für über programmatische Oberflächen erstellte Buchungen und Vorgänge gelten dieselben Regeln wie für die Weboberfläche.
11. Nutzerinhalte
11.1. Eigentum und Lizenz
An den vom Nutzer hochgeladenen Inhalten (z. B. Profilbild, Standortbeschreibung, Bilder, Nachrichten, Bewertungen, Notizen) behält der Nutzer seine Rechte. Mit dem Hochladen gewährt der Nutzer dem Anbieter eine nicht exklusive, weltweite, lizenzgebührenfreie Lizenz ausschließlich zu folgenden Zwecken:
- Speicherung, technische Verarbeitung und Anzeige der Inhalte,
- Anzeige öffentlich veröffentlichter Inhalte (z. B. Profilbild, Standortbilder des Providers, öffentliche Bewertungen) auf der Plattform und in den integrierten Such-/Kartenoberflächen,
- Sicherungen und Disaster-Recovery,
- supportbezogener Zugriff bei Vorfällen oder Meldungen.
Die Lizenz erlischt mit der Löschung des Inhalts oder der Auflösung des Kontos, mit Ausnahme von:
- in der Sicherung aus technischen Gründen vorübergehend aufbewahrten Kopien (werden mit der Sicherungsrotation gelöscht, spätestens innerhalb der in Abschnitt 18.4 genannten 180 Tage),
- Inhalten, auf die andere Nutzer zuvor rechtmäßig zugegriffen haben (z. B. ein vom Provider heruntergeladener Buchungsexport),
- Daten, die zur Geltendmachung rechtlicher Ansprüche erforderlich sind.
11.2. Gewährleistung für Inhalte
Der Nutzer gewährleistet, dass:
- er zum Hochladen und zur Verfügung über den Inhalt berechtigt ist,
- der Inhalt keine Rechte Dritter verletzt (Urheberrecht, Markenrecht, Persönlichkeitsrechte, Recht am eigenen Bild, Geschäftsgeheimnisse),
- er personenbezogene Daten Dritter nur auf einer geeigneten Rechtsgrundlage hochlädt,
- er bei Bildern/Videos über die Einwilligung der betroffenen Personen oder eine sonstige Rechtsgrundlage verfügt.
11.3. Verbotene Inhalte
Es ist untersagt, Inhalte hochzuladen, zu veröffentlichen oder zu versenden, die:
- rechtswidrig, rechtsverletzend, verleumderisch, bedrohlich, belästigend, diskriminierend oder hetzerisch sind,
- Material im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern (CSAM) oder andere schwerwiegende strafrechtliche Inhalte enthalten,
- Gewalt, Terrorismus oder illegale Aktivitäten verherrlichen,
- Schadcode, Viren oder unaufgeforderten Massenversand umsetzen,
- gegen Exportkontroll-, Sanktions- oder Wettbewerbsvorschriften verstoßen,
- irreführende, betrügerische oder rechtswidrige Dienstleistungsangebote enthalten.
11.4. Inhaltskontrolle, Maßnahmen
Der Anbieter führt keine routinemäßige Inhaltskontrolle durch, ist jedoch berechtigt:
- bei Meldungen, Verdachtsmomenten, behördlichen Anfragen oder gesetzlichen Verpflichtungen in begrenztem Umfang zu prüfen,
- rechtswidrige oder gegen diese Bedingungen verstoßende Inhalte zu entfernen oder unzugänglich zu machen,
- bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen das Konto zu sperren oder zu löschen,
- behördliche Meldungen vorzunehmen, soweit gesetzlich vorgeschrieben.
11.5. Melde- und Abhilfeverfahren (Digital Services Act EU 2022/2065)
Gemäß Artikel 16 des Digital Services Act kannst du eine Meldung rechtswidriger Inhalte per E-Mail an legal@1booq.com einreichen, mit:
- einer klaren Beschreibung des Inhalts und der Gründe, warum du ihn für rechtswidrig hältst,
- der URL oder dem Speicherort des Inhalts auf unserer Plattform,
- deinem Namen und deiner Kontakt-E-Mail-Adresse (anonyme Meldungen können berücksichtigt werden, eine Kontaktadresse ermöglicht jedoch die Nachverfolgung),
- einer Erklärung über die Gutgläubigkeit.
Nach Eingang werden wir:
- den Eingang unverzüglich bestätigen,
- die Meldung inhaltlich prüfen,
- angemessene Maßnahmen ergreifen (Entfernung, Einschränkung, Kontosperrung oder keine Maßnahme),
- eine Begründung (DSA Artikel 17) sowohl an den Melder als auch an den betroffenen Nutzer zu unserer Entscheidung übermitteln.
Interner Beschwerdeweg: Sowohl der Melder als auch der von einer Moderationsentscheidung betroffene Nutzer können innerhalb von 6 Monaten nach der Entscheidung schriftlich an legal@1booq.com Beschwerde einlegen. Wir bemühen uns, auf Beschwerden innerhalb von 30 Tagen zu antworten.
11.6. Datensicherung – Nutzerverantwortung
Obwohl der Anbieter angemessene technische Maßnahmen ergreift, wird dem Provider und dem Client empfohlen, eigene Sicherungskopien kritischer Daten anzufertigen (z. B. Buchungsexporte, Kundenstammdaten).
12. Nachrichtenverkehr
12.1. Zweck der Kommunikation
Der plattforminterne Nachrichtenversand dient der buchungsbezogenen Kommunikation (z. B. Klärung, Änderungen, Fragen). Der Nachrichtenverkehr darf nicht für Spam, Marketing oder rechtswidrige Kommunikation missbraucht werden.
12.2. Moderation
Der Anbieter ist berechtigt (aber nicht verpflichtet), Nachrichten zu moderieren, bei rechtswidrigen oder missbräuchlichen Inhalten zu entfernen und bei Bedarf das Konto des Absenders zu sperren.
12.3. Löschung und Aufbewahrung
Der Nutzer kann seine Nachrichten jederzeit löschen (auf seiner Seite); die gelöschte Nachricht verschwindet auch auf der Seite der anderen Partei. In der technischen Sicherung kann der Anbieter Nachrichten bis zu 90 Tage aufbewahren.
13. Bewertung, Ranking
13.1. Bewertungssystem
Der Dienst ermöglicht eine gegenseitige Bewertung (rating) zwischen Provider und Client sowie interne Notizen (note) des Providers über den Client.
Inhalt interner Notizen: Interne Notizen dürfen nur sachliche, buchungsbezogene Informationen enthalten, die für die Dienstverwaltung des Providers verhältnismäßig und erforderlich sind. Der Provider darf keine diskriminierenden, beleidigenden, gesundheitsbezogenen, religiösen, sexuellen, ethnischen, strafrechtlichen, familienstandsbezogenen, finanzielle Notlage betreffenden, finanziellen oder sonstigen besonderen Datenkategorien / geschützten Merkmale in internen Notizen erfassen, es sei denn, er verfügt eigenständig über eine geeignete Rechtsgrundlage gemäß Abschnitt 6.6 und hat den Client darüber in seiner eigenen Datenschutzerklärung informiert. Der Client kann gemäß seinem Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO Einsicht in die über ihn geführten internen Notizen verlangen.
13.2. Echtheit
Eine Bewertung kann nur nach einer tatsächlich abgeschlossenen Buchung abgegeben werden. Es ist untersagt, falsche oder irreführende Bewertungen abzugeben, bezahlte Bewertungen zu fördern oder Bewertungen zum Zweck der Rufschädigung eines Wettbewerbers abzugeben.
13.3. Bewertungsqualität (P2B- und DSA-Konformität)
Der Anbieter handelt gemäß der P2B-Verordnung (EU) 2019/1150, dem Digital Services Act (EU) 2022/2065 und den einschlägigen nationalen Verbraucherschutzvorschriften, hinsichtlich Bewertungen:
- er bevorzugt echte, überprüfbare Bewertungen,
- er ermöglicht dem Provider eine Antwort auf die Bewertung,
- er kann Bewertungen bei begründetem Anlass entfernen.
13.4. Suchranking und Provider-Sichtbarkeit (P2B-Verordnung Art. 5, 7, 10, 11)
Gemäß der P2B-Verordnung (EU) 2019/1150 legen wir die wichtigsten Parameter offen, die zur Rangfolge der Provider in der öffentlichen Suchoberfläche verwendet werden (Art. 5):
- Geografische Nähe zum Suchort des Clients (sofern relevant);
- Verfügbarkeit buchbarer Zeitfenster im vom Client gesuchten Zeitraum;
- Provider-Bewertung (durchschnittliche Bewertung durch Clients);
- Profilvollständigkeit (Provider mit vollständigeren Profilen — einschließlich Bildern und ausführlichen Beschreibungen — können höher ranken);
- Übereinstimmung mit der Suchanfrage des Clients (angebotene Dienstleistungen, Schlüsselwörter).
Wir bieten keine bezahlte Priorisierung ("paid placement") und nehmen keine Gebühren für eine höhere Suchposition entgegen. Das gesamte Ranking wird durch die oben genannten Parameter bestimmt.
Differenzierte Behandlung (Art. 7): Wir wenden derzeit keine differenzierte Behandlung zwischen Providern an (z. B. Bewerbung eigener Dienste oder verbundener Unternehmen gegenüber unabhängigen Providern).
Beschränkungen anderer Vertriebskanäle des Providers (Art. 10): Wir beschränken die Provider nicht darin, ihre Dienstleistungen über ihre eigenen Webseiten, andere Plattformen oder mit abweichender Preisgestaltung/Bedingungen außerhalb von 1booq anzubieten.
Internes Beschwerdesystem (Art. 11): Provider können Beschwerden bezüglich ihrer Nutzung des Dienstes an legal@1booq.com richten. Wir antworten auf Beschwerden innerhalb von 30 Tagen.
Mediation (Art. 12): Kann eine Beschwerde intern nicht gelöst werden, können die Parteien eine Mediation in Anspruch nehmen. Der Anbieter benennt die folgenden zwei unabhängigen, für P2B-Zwecke geeigneten Mediatoren:
- den Mediationsdienst der Ungarischen Industrie- und Handelskammer (MKIK) (https://www.mkik.hu),
- jeden Mediator, der auf der P2B-Mediatorenliste der Europäischen Kommission geführt wird (gemäß der jeweils aktuellen Veröffentlichung).
Der erste Mediationsversuch erfolgt nach Treu und Glauben; die Mediationskosten werden zwischen den Parteien angemessen aufgeteilt. Diese Klausel berührt nicht das Recht des Providers, unmittelbar gerichtliche Schritte einzuleiten.
Datenzugang (Artikel 9): Der Provider hat über sein Konto laufenden Zugang zu den Daten, die er oder seine Clients bei der Nutzung des Dienstes bereitstellen oder die dabei entstehen: zu seinen eigenen Profil- und Konfigurationsdaten (Sites, Slots, Preise, Einstellungen), zu den auf seinen Slots abgegebenen Buchungen (einschließlich der vom Client angegebenen Daten), zu seinen eigenen Nachrichten, Bewertungen und Guthaben-Transaktionen; diese können gemäß Abschnitt 18.3 auch exportiert werden. Der Anbieter greift auf dieselben Daten in dem für Betrieb, Sicherheit und Weiterentwicklung der Plattform erforderlichen Umfang zu und kann aggregierte, anonymisierte Nutzungsstatistiken bilden. Ein Provider hat keinen Zugang zu den Daten anderer Provider oder zu Buchungen, die Clients bei anderen Providern abgegeben haben. Für den Zugang nach Vertragsende gelten die Abschnitte 18.3–18.4; an Dritte werden Daten ausschließlich über die in der Datenschutzerklärung aufgeführten Auftragsverarbeiter übermittelt.
13.5. Moderation und Streitbeilegung
Offensichtlich falsche, rechtswidrige oder missbräuchliche Bewertungen kann der Anbieter moderieren. Anträge im Zusammenhang mit Bewertungsstreitigkeiten können unter support@1booq.com eingereicht werden.
14. Geistiges Eigentum
14.1. Geistiges Eigentum des Anbieters
Der gesamte Quellcode, das Design, der Markenname („1booq"), das Logo, die Marken, die Texte, die Datenbankstruktur und sonstige geistige Erzeugnisse des Dienstes stehen im alleinigen Eigentum des Anbieters und sind durch nationale und internationale Rechtsvorschriften geschützt.
14.2. Beschränktes Nutzungsrecht
Der Nutzer erhält ein beschränktes, nicht exklusives, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht zur bestimmungsgemäßen Nutzung des Dienstes. Untersagt ist insbesondere:
- den Quellcode des Dienstes zu dekompilieren oder zurückzuentwickeln,
- Elemente des Dienstes automatisiert herunterzuladen (Scraping, Massenabfragen),
- Teile des Dienstes ohne Genehmigung zu kopieren, zu vervielfältigen oder in Verkehr zu bringen,
- Marken, Logos oder Kennzeichen ohne Genehmigung zu verwenden.
14.3. Feedback und Vorschläge
Gibt der Nutzer Vorschläge oder Anregungen zum Dienst, ist der Anbieter berechtigt, diese ohne Einschränkung und unentgeltlich für die Weiterentwicklung des Dienstes zu verwenden, ohne dass dem Nutzer hierfür eine Vergütung oder Genehmigung zusteht.
15. Verbotenes Nutzerverhalten
Insbesondere untersagt ist:
- das unbefugte Untersuchen, Hacken oder Belasten der Systeme des Dienstes (z. B. DDoS, Scraping, Port-Scan),
- die unbefugte Nutzung des Kontos eines anderen Nutzers,
- das Vortäuschen einer falschen Identität,
- betrügerische Buchungen, systematischer Missbrauch (z. B. automatisierte Buchungen zur Störung eines Wettbewerbers),
- die Durchführung rechtswidriger Tätigkeiten unter Nutzung des Dienstes,
- die Manipulation von Systemnachrichten, Rechnungen oder der Korrespondenz des Dienstes.
16. Haftungsbeschränkung des Anbieters
16.1. Beschränkung
Über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestumfang hinaus ist die Haftung des Anbieters:
- für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust und Rufschädigung ausgeschlossen, es sei denn, es liegt Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vor;
- für unmittelbare Schäden wie folgt beschränkt:
- Für B2B-Nutzer (Nicht-Verbraucher): der höhere Betrag aus 500 EUR oder dem vom betreffenden Nutzer in den 12 Monaten vor Schadenseintritt tatsächlich an den Anbieter gezahlten Entgelt;
- Für Verbraucher-Nutzer: Die Haftung des Anbieters wird durch diese Klausel nur in dem nach zwingendem ungarischem und EU-Verbraucherschutzrecht zulässigen Umfang begrenzt. Diese Klausel berührt oder beschränkt nicht die Ansprüche des Verbrauchers wegen Vertragswidrigkeit digitaler Dienstleistungen (ungarisches Gesetz XL von 2021), seine Mängelgewährleistungs-, Produkthaftungs- und Garantierechte (ungarisches Bürgerliches Gesetzbuch), sein Widerrufsrecht oder sonstige Verbraucherrechtsbehelfe, die durch Gesetz nicht ausgeschlossen werden können.
Die vorstehenden Beschränkungen gelten insgesamt (aggregiert) für sämtliche Ansprüche, die sich aus oder im Zusammenhang mit dem Dienst ergeben, unabhängig von der Anzahl der Ansprüche oder ihrer Rechtsgrundlage.
16.2. Zwingendes Recht
Die vorstehenden Beschränkungen berühren nicht die gesetzlichen Verbraucherschutzrechte des Verbrauchers und schließen nicht die Haftung für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden sowie für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit aus.
16.3. Höhere Gewalt
Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Ereignisse, die außerhalb seiner Kontrolle liegen ("höhere Gewalt"), insbesondere:
- Internetausfälle bei externen Anbietern,
- schwerwiegende Ausfälle von Unterauftragnehmern (z. B. Paddle, Vercel, Supabase, MailerSend), die durch ein unvorhersehbares, vernünftigerweise nicht abwendbares Ereignis beim Unterauftragnehmer verursacht werden (z. B. regionaler Cloud-Anbieter-Ausfall, Ereignis höherer Gewalt beim Unterauftragnehmer); gewöhnliche technische Fehler im normalen operativen Kontrollbereich des Unterauftragnehmers gelten nicht als höhere Gewalt auf unserer Seite,
- Cyberangriffe, Ransomware, DDoS-Angriffe,
- Naturkatastrophen, Krieg, Terroranschläge,
- behördliche oder staatliche Maßnahmen.
Klarstellend: Unsere Verantwortlichkeiten gemäß Artikel 28 DSGVO für unsere ausgewählten Unterauftragnehmer (d. h. Sorgfaltspflicht, Auftragsverarbeitungsvereinbarungen, Sicherheitsmaßnahmen) bleiben von dieser Klausel unberührt.
16.4. Streitigkeiten zwischen Provider und Client
Der Anbieter garantiert nicht, dass ein Provider eine bestimmte Buchung einhält oder dass die gebuchte Dienstleistung tatsächlich, in einer bestimmten Qualität oder gemäß den beworbenen Bedingungen erbracht wird. Für die Richtigkeit der vom Provider veröffentlichten Inhalte (Beschreibungen, Bilder, Preise, Verfügbarkeit) ist ausschließlich der Provider verantwortlich.
Der Anbieter ist an Streitigkeiten über das Dienstleistungsverhältnis zwischen Provider und Client (z. B. Erbringung, Qualität, Vergütung oder Erstattung der gebuchten Dienstleistung) nicht beteiligt. Diese werden von den Parteien untereinander, gegebenenfalls auf dem Rechtsweg, beigelegt.
Der Anbieter ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, in solchen Streitfällen zu vermitteln oder bei offenkundigen Rechtsverstößen plattformseitig Maßnahmen zu ergreifen.
16.5. Freistellung (Schadloshaltung)
Der Nutzer verpflichtet sich, den Anbieter, seine verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer, Mitarbeiter und Beauftragten freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten von und gegen sämtliche Ansprüche Dritter, Forderungen, Kosten, Bußgelder oder Schäden (einschließlich angemessener Rechtsanwaltskosten), die sich aus oder im Zusammenhang mit Folgendem ergeben:
- vom Nutzer hochgeladenen Inhalten (z. B. Beschreibungen, Bilder, Nachrichten, Bewertungen),
- vom Nutzer über den Dienst erbrachten oder verkauften Dienstleistungen (sofern der Nutzer Provider ist) oder von einem Provider erhaltenen Dienstleistungen (sofern der Nutzer Client ist),
- jeglichem DSGVO-Verstoß des Nutzers im Zusammenhang mit der Verarbeitung der personenbezogenen Daten seiner eigenen Kunden (Tätigkeit des Providers als selbstständiger Verantwortlicher),
- jeglichem Verstoß des Nutzers gegen diese Bedingungen oder gegen geltendes Recht.
Diese Verpflichtung erstreckt sich nicht auf Ansprüche, die aus vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Anbieters oder aus einem Verstoß des Anbieters gegen seine Auftragsverarbeiter-Pflichten gemäß Art. 28 DSGVO resultieren. Für Verbraucher-Nutzer gilt dieser Punkt ausschließlich für Ansprüche, die aus einer eigenen Vertragsverletzung oder einem vorsätzlich rechtswidrigen Verhalten des Verbrauchers resultieren, und berührt nicht die zwingenden Verbraucherschutzrechte des Verbrauchers.
Der Anbieter ist berechtigt, auf eigene Kosten die Verteidigung und Beilegung eines solchen Anspruchs zu übernehmen; in diesem Fall hat der Nutzer in zumutbarem Umfang zu kooperieren.
16.6. Keine Vertretung, Partnerschaft oder Arbeitsverhältnis
Aus diesen Bedingungen oder der Nutzung des Dienstes entsteht kein Handelsvertreter-, Vertretungs-, Auftrags-, Joint-Venture-, Gesellschafts-, Franchise- oder Arbeitsverhältnis zwischen dem Anbieter und einem Nutzer (Provider, Worker oder Client). Keine Partei ist berechtigt, im Namen der anderen Erklärungen abzugeben, Verpflichtungen einzugehen oder die andere Partei in irgendeiner Weise zu binden. Jede Partei handelt im Rahmen des Dienstes als unabhängige Vertragspartei und trägt ihre eigenen Steuer-, Abgaben- und berufsrechtlichen Compliance-Pflichten.
17. Verbraucherrechte (wenn du Verbraucher bist)
17.1. Widerrufsrecht (14 Tage)
Bist du Verbraucher, kannst du innerhalb von 14 Kalendertagen ohne Angabe von Gründen von folgenden auf elektronischem Wege geschlossenen Verträgen zurücktreten (gemäß Regierungsverordnung 45/2014 (26. Februar) und EU-Richtlinie 2011/83/EU):
- vom Credit-Abonnement-Vertrag, und
- von jedem einmaligen Credit-Paket-Kauf (unabhängig davon, ob der Kauf als Provider oder als Client erfolgte).
Ausnahme — Zustimmung zur sofortigen Leistungserbringung:
Bei Credit-Paketen verzichtest du durch Ankreuzen der Zustimmungs-Checkbox beim Bezahlvorgang (mit der du bestätigst, dass du die Credits sofort nutzen möchtest, und zur Kenntnis nimmst, dass das 14-tägige Widerrufsrecht nicht für bereits verbrauchte Credits gilt) auf das Widerrufsrecht ausschließlich in Bezug auf bereits verbrauchte Credits (d. h. solche, die zur Begleichung plattforminterner Gebühren abgebucht wurden). Dein Widerrufsrecht bleibt vollumfänglich bestehen für nicht verbrauchte Credits, die gemäß Abschnitt 9.5 erstattet werden.
Beim Credit-Abonnement gilt das gleiche Prinzip: Der zum Zeitpunkt des Widerrufs bereits erbrachte Teil der Leistung (d. h. die bereits deinem Konto gutgeschriebenen und verbrauchten monatlichen Credits) ist nicht erstattungsfähig; nicht verbrauchte Credits bleiben gemäß Abschnitt 9.5 erstattungsfähig.
Wie du widerrufst: Eine Widerrufserklärung kann per E-Mail (support@1booq.com) oder per Post an die Sitzadresse des Anbieters eingereicht werden. Die Erstattung erfolgt innerhalb von 14 Tagen nach Genehmigung des Widerrufs auf das ursprüngliche Zahlungsmittel, gemäß Regierungsverordnung 45/2014 §22 Abs. 1.
17.1.a. Muster-Widerrufsformular
Gemäß Anlage 2 der Regierungsverordnung 45/2014 (II. 26.) und Anhang I Teil B der EU-Richtlinie 2011/83/EU kannst du das untenstehende Formular zur Ausübung deines Widerrufsrechts verwenden. Die Verwendung dieses Formulars ist optional — jede eindeutige Erklärung deines Widerrufswillens ist ausreichend.
An: WaveOne Technologies Kft. Adresse: 1181 Budapest, Vasvári Pál u. 26, Ungarn E-Mail: support@1booq.com
Hiermit erkläre ich, dass ich mein Widerrufsrecht in Bezug auf den folgenden auf der Plattform 1booq.com geschlossenen Vertrag ausübe:
☐ Credit-Abonnement-Vertrag ☐ Einmaliger Credit-Paket-Kauf
Datum des Vertrags / der Bestellung: ****____****
Name des Kunden: ****____****
Anschrift des Kunden: ****____****
E-Mail-Adresse des Kunden: ****____****
Datum der Widerrufserklärung: ****____****
Unterschrift (nur bei Einreichung auf Papier): ****____****
17.2. Mängelgewährleistung, Produkthaftung, Garantie
Bei digitalen Dienstleistungen ist der Anbieter gemäß den einschlägigen Verbraucherschutzvorschriften (einschließlich des ungarischen Gesetzes XL von 2021 über digitale Inhalte, Gewährleistungsvorschriften des Ptk.) zur mangelfreien Erbringung der Leistung verpflichtet. Der Verbraucher kann seine Rechte gemäß den verbraucherschutzrechtlichen Informationen ausüben.
17.3. Beschwerdebehandlung
Beschwerden können unter support@1booq.com oder per Post an den Sitz des Anbieters eingereicht werden. Der Anbieter prüft und beantwortet die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen inhaltlich.
17.4. Schlichtungsstelle und Online-Streitbeilegung
Bei Verbraucherstreitigkeiten kann sich der Verbraucher an die örtlich zuständige Schlichtungsstelle wenden. Bei grenzüberschreitenden Verbraucherbeschwerden kann sich der Verbraucher zusätzlich an das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) wenden (https://www.eccnet.eu). Hinweis: Die ehemalige Online-Streitbeilegungsplattform (ODR) der Europäischen Kommission wurde am 20. Juli 2025 außer Betrieb genommen.
Schlichtungsstelle Budapest 1016 Budapest, Krisztina krt. 99. III. em. 310. E-Mail: bekelteto.testulet@bkik.hu
Der Anbieter ist nicht verpflichtet, im Schlichtungsverfahren einen Vergleichsvorschlag anzunehmen.
18. Beendigung des Vertrags
18.1. Kündigung durch den Provider
Der Provider kann sein Abonnement jederzeit über die Plattformeinstellungen kündigen und — nach Ausgleich eines etwaigen negativen Guthabens sowie Beendigung eines aktiven Abonnements (Abschnitt 9.4) — sein Konto löschen. Die Kündigung entbindet den Provider nicht von der Zahlung bereits fällig gewordener Gebühren.
18.2. Kündigung durch den Client
Der Client kann sein Konto jederzeit löschen (bei bestehendem Guthaben nach dessen Ausgleich). Die Behandlung bereits abgegebener, noch nicht abgeschlossener Buchungen richtet sich nach den Regeln des Providers (z. B. kann der Provider die Buchung mit dem Namen des Clients weiterhin sehen, der Client ist auf der Plattform jedoch nicht mehr aktiv).
18.3. Kündigung durch den Anbieter
Der Anbieter ist berechtigt, den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen, wenn der Nutzer:
- diese Bedingungen schwerwiegend oder wiederholt verletzt,
- betrügerisch oder rechtswidrig handelt,
- die Systeme des Anbieters oder andere Nutzer gefährdet,
- in Zahlungsverzug gerät und nach Mahnung durch den Anbieter nicht zahlt.
Vorankündigung gegenüber Provider-Nutzern (Art. 4 P2B-Verordnung): Sofern der Anbieter gegenüber einem Provider-Nutzer eine nicht-dringliche Einschränkung, Aussetzung oder Kündigung anwendet, übermittelt er dem Provider mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden der Maßnahme eine begründete Mitteilung (mit Angabe der Gründe und der maßgeblichen Tatsachen) und gewährt eine Stellungnahmemöglichkeit. Die oben aufgeführten Gründe für eine sofortige Kündigung (Betrug, rechtswidriges Verhalten, Sicherheitsrisiko, gesetzliches Verbot, Zahlungsverzug) gelten als dringliche Fälle, in denen auf die Vorankündigung verzichtet oder die Frist verkürzt werden kann; in diesem Fall begründet der Anbieter die Entscheidung nachträglich. Datenexport: Während der Vorankündigungsfrist — bzw. bei sofortiger Kündigung bis zur endgültigen Löschung der Daten (siehe Abschnitt 18.4) — ist der Provider berechtigt, seine Buchungsdaten, Kundenstammdaten und Rechnungen zu exportieren.
18.4. Daten nach Vertragsende
Die Kontolöschung erfolgt mit einer 30-tägigen Karenzzeit: Während dieser kann der Löschantrag jederzeit zurückgezogen werden; nach ihrem Ablauf wird das Konto anonymisiert. Gemäß dem Grundsatz der Speicherbegrenzung der DSGVO (Art. 5 Abs. 1 lit. e) wenden wir folgende Aufbewahrungsregeln an:
- Kontodaten (Profil, Einstellungen, Authentifizierungsdaten, Push-Benachrichtigungs-Tokens, KI-Konversationen) werden innerhalb von 90 Tagen nach Beendigung endgültig gelöscht oder unumkehrbar anonymisiert. Sicherheitsprotokolle (Anmelde- und Sicherheitsereignisse) werden gemäß Abschnitt 8 der Datenschutzerklärung bis zu 12 Monate aufbewahrt und danach automatisch gelöscht.
- Buchungsdatensätze und plattforminterne Nachrichten bleiben in anonymisierter („Tombstone"-)Form erhalten — im berechtigten Interesse der anderen Partei (Provider oder Client), zur Streitbeilegung und Nachvollziehbarkeit —, wobei persönliche Identifikatoren entfernt werden: Die andere Partei sieht ihre eigene Buchungs- und Nachrichtenhistorie weiterhin, diese ist jedoch nicht mehr mit dem gelöschten Nutzer verknüpfbar.
- Gesetzliche Buchhaltungs- und Rechnungsdaten (Transaktionsaufzeichnungen, Rechnungs-Metadaten, steuerrechtlich relevante Felder) werden gemäß § 169 des Gesetzes C von 2000 über die Buchhaltung für 8 Jahre aufbewahrt — persönliche Identifikatoren werden durch die vorstehende Anonymisierung auch hieraus entfernt; es verbleibt lediglich das nicht zuordenbare Gerüst der Transaktion.
- Öffentlich veröffentlichte Inhalte, die rechtmäßig von anderen eingesehen wurden (z. B. Bewertungen), können nach Ermessen des Anbieters auf der Plattform verbleiben, wobei personenidentifizierende Daten entfernt werden (anonymisierte Bewertungen).
- Datensicherungen, die personenbezogene Daten enthalten, werden in rollierenden Zyklen gelöscht; eine vollständige Löschung jeder Datensicherung mit Daten des Nutzers erfolgt spätestens 180 Tage nach Beendigung.
19. Änderung der Bedingungen
Der Anbieter ist berechtigt, diese Bedingungen einseitig zu ändern:
- aufgrund von Gesetzesänderungen,
- bei Änderung der Dienstfunktionen,
- bei Preisänderungen oder Einführung neuer Pakete,
- bei Einsatz neuer Auftragsverarbeiter,
- aus sonstigen wesentlichen Gründen.
Vorherige Benachrichtigung: Bei wesentlichen Änderungen informiert der Anbieter die Provider mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten (per E-Mail und/oder durch eine Mitteilung innerhalb der Plattform). Der Provider ist berechtigt, den Vertrag vor Inkrafttreten zu kündigen; unterlässt er die Kündigung und nutzt den Dienst weiterhin, gelten die geänderten Bedingungen.
Für den Client treten die neuen Bedingungen in Kraft, wenn der Client den Dienst das nächste Mal nutzt.
20. Datenschutz
Die Einzelheiten der Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der gesondert veröffentlichten Datenschutzerklärung und der Cookie-Richtlinie.
20.1. Auftragsverarbeitungsvereinbarung (DPA) für Provider
Der Provider gilt in Bezug auf die Daten seiner eigenen Kunden als selbstständiger Verantwortlicher; in diesem Rahmen ist der Anbieter Auftragsverarbeiter. Der Anbieter gewährleistet die Bestimmungen zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO durch diesen Abschnitt der AGB, den gesondert veröffentlichten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) — der die Unterauftragsverarbeiter-Liste und die technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen enthält — sowie die Datenschutzerklärung.
Der Anbieter als Auftragsverarbeiter:
- verarbeitet die Kundendaten ausschließlich nach dokumentierten Weisungen des Providers,
- unterhält angemessene technische und organisatorische Maßnahmen,
- unterwirft Personen mit Zugang zu den Daten einer Vertraulichkeitspflicht,
- setzt Unterauftragnehmer nur mit vorheriger allgemeiner Genehmigung ein (die in der Datenschutzerklärung aufgeführten Auftragsverarbeiter); über den Einsatz neuer Unterauftragnehmer wird vorab informiert,
- unterstützt den Provider bei der Bearbeitung von Betroffenenanträgen und Datenschutzvorfällen,
- gibt die Kundendaten bei Vertragsende auf Entscheidung des Providers zurück oder löscht sie (vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten).
20.2. Einschlägige Rechtsvorschriften
Für den Betrieb des Dienstes sind insbesondere folgende Rechtsvorschriften maßgeblich:
- Gesetz V von 2013 (ungarisches Bürgerliches Gesetzbuch, Ptk.),
- Gesetz CVIII von 2001 (über elektronische Geschäftsdienste, Eker.tv.),
- Gesetz CLV von 1997 (Verbraucherschutz, Fogy. tv.),
- Regierungsverordnung 45/2014 (26. Februar) (Fernabsatzverträge),
- DSGVO (EU 2016/679),
- Gesetz CXII von 2011 (Infotv.),
- P2B-Verordnung (EU 2019/1150),
- Digital Services Act (EU 2022/2065).
21. Höhere Gewalt, Teilnichtigkeit, Streitbeilegung
21.1. Höhere Gewalt
Der Anbieter oder der Nutzer wird von den Rechtsfolgen einer Vertragsverletzung befreit, wenn die Vertragsverletzung durch ein unvorhersehbares und vernünftigerweise nicht abwendbares Ereignis (höhere Gewalt) verursacht wurde. Die jeweils andere Partei ist hierüber unverzüglich zu informieren.
21.2. Teilnichtigkeit
Ist eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam oder undurchführbar, so berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen. Die Parteien oder das Gericht ersetzen die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung, die dem ursprünglichen Zweck am nächsten kommt.
21.3. Anwendbares Recht
Auf diese Bedingungen ist ungarisches Recht anwendbar, unter Ausschluss der Kollisionsnormen. Die Anwendung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG) ist ausgeschlossen.
21.4. Gerichtsstand
Bei Rechtsstreitigkeiten streben die Parteien zunächst eine gütliche Einigung an.
- Bei einem Verbraucher-Nutzer ist das gesetzlich bestimmte zuständige Gericht zuständig (in der Regel das Gericht am Wohnsitz des Verbrauchers).
- Bei Rechtsstreitigkeiten zwischen einem Unternehmer-Nutzer (Provider) und dem Anbieter vereinbaren die Parteien die ausschließliche Zuständigkeit des ungarischen Gerichts am Sitz des Anbieters, sofern dies gesetzlich zulässig ist.
22. Kontakt
Allgemeine Fragen: support@1booq.com Rechtliche Fragen: legal@1booq.com Datenschutz: privacy@1booq.com Abrechnung: billing@1booq.com
Sitz des Anbieters: 1181 Budapest, Vasvári Pál u. 26, Ungarn.
Mit der Nutzung des Dienstes bestätigst du, dass du diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen, verstanden und akzeptiert hast.